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Schulzes die Entlüftung ihrer Heizung

Die Heizung selbst entlüften?

„Ich bin doch schon satt! Und Linda wartet schon auf dem Spielplatz!“ Wenn ihre Tochter so
entschieden auftrat, war Widerstand sinnlos – wie ihre Mutter Kathrin genau wusste. „Na los,
schwirr schon ab“ – was sich die fünfjährige Felicitas nicht zweimal sagen ließ. Ein wenig
missbilligend schüttelte Frau Schulze den Kopf: „Wolltest du der Kleinen nicht Grenzen setzen,
was ja überall empfohlen wird?“ Bevor sich Mutter und Tochter über Erziehungsmethoden
richtig in die Haare kriegen konnten, warf Herr Schulze ein: „Sag mal, Gisela, wolltest du Bernd
als Klempner und angehenden Meister nicht eine Fachfrage stellen?“ „Ach ja“, erinnerte sich
seine Frau. „Eigentlich hatte mich unsere Nachbarin danach gefragt, und da wollte ich doch die
Meinung des Fachmanns einholen.“ Interessiert unterbrach ihr Schwiegersohn den Versuch, das
weichgekochte Ei möglichst verlustfrei zu köpfen. „Um was geht es denn?“
„Moment“, Frau Schulze kramte eine Seite der „Mitteldeutschen Zeitung“ hervor. „Also hier
steht, dass man die Heizkörper selbst entlüften soll, wenn sie bei aufgedrehtem Ventil gluckern
und nicht so recht warm werden. Dann ist Luft drin, und die muss eben raus. Ist ja auch ganz
einfach: Das Ventil am Heizkörper aufdrehen, zum Beispiel mit einem Vierkantschlüssel, und die
Luft einfach rauslassen. Frau Weber, unsere Nachbarin wollte nun wissen, ob das sinnvoll ist.
Mein Mann ist da nämlich skeptisch.“ Grinsend meinte ihr Schwiegersohn: „Das bin ich auch!
Den Beitrag kenne ich, weil mich 
mehrere Kunden darauf angesprochen haben.
Und wenn man ins Netz geht, findet man jede 
Menge irreführende Beiträge zum Thema.“
„Wieso denn irreführend?“, wollte Frau Schulze 
wissen. Bernd erklärte: „Es wird einfach nicht
immer klar unterschieden, ob etwa ein 
Eigenheimbesitzer oder ein Mieter die Entlüftung vornehmen soll.“

Viele Entlüfter verderben die Heizung

„Wieso denn das?“, warf Kathrin ein. „Heizung ist doch Heizung, oder etwa nicht?“ „Eben
nicht“, erwiderte ihr Mann. „Nimm doch nur einmal diesen Block – mit vielen Heizkörpern in
vielen Wohnungen. Wenn da querbeet jeder die Heizung entlüftet, da fehlt ruckzuck jede Menge
Wasser im System, und die Heizung funktioniert gar nicht mehr. Nein, mit dem Lüften muss in
den am weitesten vom Kessel entfernten Heizkörpern begonnen werden, also in den oberen
Wohnungen.“ „Wie kommt denn überhaupt die Luft in die Heizung?“, wollte Frau Schulze
wissen. „Wenn das Wasser aufgefüllt wird, ist es ja kalt. Wenn dann die Heizperiode beginnt,
wird das Wasser erwärmt, damit die Heizkörper Wärme abgeben können. Dabei ‚gast das Wasser
aus‘, wie wir sagen, im Wasser gelöste Luft wird frei. Und wenn Wasser fehlt, entsteht
Unterdruck in der Heizung – der wiederum Luft ins System zieht.“
Frau Schulze hatte unterdessen nachgedacht. „Na gut, dann entlüften wir eben unsere Heizkörper
– und füllen dann Wasser nach!“ Herr Schulze lachte: „Und wo, bitte schön, füllst du Wasser
nach? Siehst du hier irgendwo einen Hahn dazu oder was ähnliches?“ Bernd half seiner
Schwiegermutter aus der Bredouille. „Das ist eben einer der großen Unterschiede zwischen
Eigenheim und Wohnblock. Der Eigenheimbesitzer geht in den Keller, verbindet einen
Wasserschlauch mit der Heizung, öffnet einen Hahn – und Wasser strömt ein. Ein Manometer
zeigt ihm, wann es genug ist. Das eben geht so in einem großen Gebäude nicht. – Und, Gisela,
was du deiner Nachbarin unbedingt sagen solltest: Der Beitrag in der MZ – er zeigte auf die
Zeitung, die Frau Schulze immer noch in der Hand hielt – „richtet sich eindeutig an
Eigenheimbesitzer, nicht an Mieter in Wohnblöcken.“ Herr Schulze warf ein: „Übrigens habe ich
mir sagen lassen, dass die meisten Eigenheimbesitzer ebenfalls ihre Heizung vom Fachmann
warten lassen, z. B. in Form eines Winter-Checks der Heizung. Damit sind sie auf der sicheren
Seite.“

Vermieter informieren

Zustimmend nickte Bernd: „Für Miethäuser jedenfalls ist die Wartung der Heizanlage, und damit
auch das Lüften usw., ausschließlich eine Sache für den Fachmann. Da sollte man als Laie die
Hände von lassen.“ Frau Schulze hatte verstanden: „Ich werde also der Frau Weber sagen, wenn
die Heizung verdächtig gluckert und kalt bleibt, soll sie beim Vermieter Bescheid sagen.“ Herr
Schulze fügte grinsend hinzu: „So mache ich das übrigens schon seit x-Jahren. Aber wie hat man
früher gesagt: ‚Der Prophet gilt nichts im eigenen Land!‘ Da muss erst mein Herr Schwiegersohn,
der Fachmann, kommen, damit mir geglaubt wird!“